Lebenslauf

  1. Das Interesse des Lesers wecken
  2. Verschiedene Formen eines Lebenslaufs
  3. Hat Ihr Lebenslauf eine "Schwäche"?
  4. Der Inhalt Ihres Lebenslaufs
  5. Verfolgen Sie eine Stossrichtung
  6. Soll ein Foto beigelegt werden?
  7. Die äussere Form des Lebenslaufs
  8. Zusammenfassung
  9. Lebenslaufmodelle

3. Hat ihr Lebenslauf eine "Schwäche"?

Wir betrachten nachfolgend Mängel, die ein Lebenslauf aufzeigen kann und auf die ein Personalverantwortlicher besonders achtet. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese korrigieren können.

Wenig oder gar keine berufliche Erfahrung

Als Anfänger können Sie noch keine feste Anstellung ohne beschränkte Dauer vorweisen. Ihre Berufserfahrung ist symbolisch, aber sie ist vorhanden: Werten Sie sie aus, heben Sie Ihre Praktika hervor und Ihre neben- oder ausserberuflichen Tätigkeiten. Vergessen Sie nicht, wenn Sie irgendwelche Verantwortungen in Gruppen übernommen haben. Setzen Sie alle Initiativen, die Sie unternommen haben, als vorteil ein. (Beispiel: Mitarbeit bei einem Amateurradio, DJ, Mitarbeit im Organisationskomitee eines Festivals, Gründung eines Sportklubs).

Haben Sie sich bis jetzt mit der Erziehung Ihrer Kinder befasst? Bewerten Sie Ihre Aufgaben. Zögern Sie nicht zu erwähnen, wenn Sie die berufliche Tätigkeit Ihres Ehemannes unterstützt haben. Z.B: Empfang und Betreuung der amerikanischen Kunden meines Mannes, Buchhaltung für ein Sportgeschäft.

10 Jahre lang studiert

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Sie der beruflichen Realität aus dem Weg gehen. Erwähnen Sie deshalb nur Ihre Diplome, die zu Ihrem erklärten Ziel eine Beziehung haben. Heben Sie alle Ihre Praktika und ausserberuflichen Aktivitäten und Initiativen hervor. Und seien Sie bereit, Ihren Gesprächspartner davon zu überzeugen, dass Sie jetzt bereit sind, Ihre Fähigkeiten unter Beweis zu Stellen.

Ausbildung und berufliche Tätigkeit im Ausland

Ihr Lebenslauf muss von einem schweizerischen Personalverantwortlichen verstanden werden. Geben Sie deshalb an, wo im schweizerischen System Ihre Diplome anzusiedeln sind. Wenn die Titel Ihrer Anstellungen zuwenig aufschlussreich sind, erwähnen Sie auch hier die gleichwertige schweizerische Ausbildung.

Zur Zeit ohne feste Anstellung

Betonen Sie die verschiedenen Praktika, die sie gemacht haben oder die noch im Gang sind, sowie, ob dadurch Ihre Fachkenntnisse erweitert wurden. Wenn Sie für Amnesty International, eine ähnliche Organisation oder sonstwie unentgeltlich tätig waren, erwähnen Sie es, auch wenn diese Tätigkeit nichts mit dem angestrebten Berufsziel zu tun hat. Wichtig ist, dass Sie nicht inaktiv oder passiv erscheinen. Die etwas älteren Bewerber können folgende Tricks anwenden: Geben Sie nicht die Monate, sondern nur die Jahre Ihrer Tätigkeiten an. Vielleicht können Sie Ihre Anfangs- und Schlussdaten so ein wenig kaschieren.

Keine höhere Ausbildung

Wenn Sie sich im Selbststudium weitergebildet haben, konzentrieren Sie sich auf Ihre Qualifikationen, Erfolge und Leistungen, Ihr berufliches Beziehungsnetz. Die Diplome sind eigentlich nur für die erste Stelle wichtig. Nach 10 Jahren Berufserfahrung treten sie in den Hintergrund. Es gibt also keinen Grund für Minderwertigkeitsgefühle.

Zu viele Anstellungen

Sie haben alle zwei Jahre die Stelle gewechselt. Der Personalverantwortliche könnte annehmen, dass Sie instabil sind oder einen schwierigen Charakter haben. Benutzen Sie die thematische Darstellung Ihres Lebenslaufs. Bereiten Sie sich darauf vor, im vorstellungsgespräch so sachlich wie möglich die Gründe zu erklären und zu zeigen, dass Sie nun ernsthaft die Stabilität suchen.

Nur eine berufliche Erfahrung

Sie haben viele Jahre in einem einzigen Unternehmen gaarbeitet, aber Sie hatten unterschiedliche Funktionen. Beschreiben Sie die verschiedenen Aufgaben so, als ob Sie diese bei unterscheidlichen Arbeitgebern erfüllt hätten. Markieren Sie die Beförderungen. Der Personalverantwortliche befürchtet vielleicht, dass Ihre Arbeit zur Routine geworden war. Zeigen Sie ihm, dass Ihre Tätigkeit abwechslungsreich war und Flexibilität erforderte. Prüfen Sie, ob ein funktionsbezogener bzw. thematischer Lebenslauf angebracht ist.

Zu sehr spezialisiert

Wählen Sie einen thematischen Lebenslauf. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Qualifikationen. Zeigen Sie, inwiefern sie auf anderen Arbeitsumfeld angewendet werden können.

Wenige oder keine Diplome

Betonen Sie, was Sie durch Ihre Arbeit gelernt haben und im Zusammenhang mit Ihrem Ziel nützlich ist. Zählen Sie die Seminare, Tagungen und Kurse auf, die Sie besucht haben und die ihre berufliche Entwicklung und die zunehmende _bernahme von Verantwortung darlegen.

Lücken in der Laufbahn (Mutterschaft, Krankheit, Arbeitlosigkeit)

Ein funktionsbezogener Lebenslauf zeigt sie weniger deutlich. Wenn das "Loch" unübersehbar ist, geben Sie Gründe an. Z.B: Autounfall, Weltreise. Die Rechtfertigung sollte nicht zu weit von der Wahrheit entfernt sein. Seien Sie darauf vorbereitet, dass das Thema später zur Sprache kommt. Wenn Sie aber während längerer Zeit arbeitslos waren, schreiben Sie es nicht. Bereiten Sie eine mündliche Erklärung anlässlich des vorstellungsgesprächs vor: Sie haben die Zeit genutzt, um sich weiterzubilden.

Zu alt

Wann ist man allmählich zu alt? Es gibt Alte von 30 Jahren und Junge von 50 Jahren! Stehen Sie zu sich selbst! Legen Sie ein Bild bei, auf dem Sie einen jungen, dynamischen Eindruck machen. Personalverantwortliche sind nicht dumm (nicht erwähntes Alter = Kandidat ist um die 50 oder älter). Wenn Ihre Bewerbung auf Interesse stösst, erhalten Sie die Chance, sich im persönlichen Gespräch vorzustellen.

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