Assessment Centre

  1. Die "Assessment Centres": ein aktuelles Thema...
  2. Methoden und Kompetenzen
  3. Organisation, Feed-back und Ethik
  4. Am Ziel dank motivierter Mitarbeiter
  5. Teilnehmen.sich besser kennen lernen!

3. Organisation, Feed-back und Ethik

Ein Assessment Centre setzt eine Methodik, geschulte Fachleute und eine fehlerfreie Organisation voraus. Die Wechselbeziehungen zwischen Kandidaten oder Teilnehmern, Beobachtern und Animatoren sowie beim Sammeln von Informationen sind vielfältig. Ein professioneller Animator und professionelle Logistik müssen für gute Stimmung sorgen. Ein AC ist eine Visitenkarte des Unternehmens. Oft handelt es sich um eine bdeutende finanzielle Investition, die sich auf lange Sicht bezahlt macht.

Ein AC bringt doppelten Gewinn: der Kandidat erhält gewöhnlich einen kompletten und transparenten Feed-back gestützt auf Beobachtungen sowie eine Beurteilung seines Potentials. Er kann seinen Funktionsstil erkennen. Dies wird ihm während seiner Laufbahn innerhalb des Unternehmens ausserordentlich nützlich sein, z.B. zur eigenen Leistungssteigerung oder um seiner Karriere eine andere Richtung zu geben. Er kommt in den Besitz von äusserst wertvollen Informationen über das Unternehmen und dessen Absichten betreffend interne Geschäftsführung. Das Unternehmen endlich kommt zu zahlreichen Informationen betreffend Potential und Stil seiner Mitarbeiter, was ihm gestattet, eine Selektion zu treffen im Hinblick auf eine optimale Geschäftsführung im Rahmen seiner Management-Strategie . Das Unternehmen wird zudem seine Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern besser wahrnehmen können.

Aber man muss auch die Grenzen sehen: Ein Unternehmen, welches den Kandidaten nach dieser Prüfung keine Informationen abgibt und nicht erklärt, welche Verwendung die erhaltenen Informationen finden ( Datenschutz), ist im ethischen Sinne des Vertrauens nicht würdig. Die Durchführung eines AC in einer Krisensituation oder bei einer brutalen Selektion, ohne Absicherung durch Coaching, korrektes Feed-back oder einer späteren Förderung der Mitarbeiter im Rahmen einer Managementstrategie des Personalwesens, kommt im Finanzjargon einem Negativ-Investment gleich, ist aber auch dem "Image" abträglich. Sowohl weiblichen wie männlichen Teilnehmern würde die Teilnahme in schlechter Erinnerung bleiben. Gewisse Unternehmen haben sich nicht für Acs entschliessen können oder haben wegen ihrer internen Firmenkultur wieder darauf verzichtet, weil es nicht möglich war, die Teilnehmer korrekt zu betreuen oder insbesondere bei kleinen Unternehmen, weil die finanziellen Mittel dazu fehlen.

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